Babybauch
Warum ein Babybauch Shooting mehr ist als nur Fotos
Ein Bauch wächst neun Monate lang. Dann ist er weg, das Baby ist da, und rückblickend fragt man sich, wo genau diese Zeit eigentlich hingegangen ist. Fast jede Mutter, mit der ich gesprochen habe, sagt mir dasselbe: Man denkt, man hat noch Wochen. Und dann ist es plötzlich vorbei.
Deshalb liebe ich Babybauch Shootings.
Ein Körper, der sich nur einmal so anfühlt
Die Schwangerschaft ist die einzige Zeit, in der zwei Menschen sich einen Körper teilen, bevor der zweite überhaupt geboren ist. Das ist auf eine seltsame, schöne Art einmalig. Man kann es fotografieren, aber eigentlich nicht wirklich beschreiben – dieses Gefühl, wenn die werdende Mutter morgens aufwacht und zum ersten Mal spürt, wie sich etwas bewegt.
Bei fast jedem Shooting passiert irgendwann derselbe Moment: Zwei Hände legen sich auf den Bauch, ganz automatisch, ohne dass ich etwas dazu sage. Kein Posing-Tipp der Welt bringt das hin. Ich stehe dann meistens einfach still und drücke ab, bevor der Moment vorbei ist.
Warum sich ein Nachmittag lohnt
Die letzten Wochen vor der Geburt sind selten ruhig. Frauenarztbesuche, das Kinderzimmer, das noch nicht fertig ist, die Liste an Dingen, die vor der Geburt noch erledigt werden müssen. Ein Babybauch Shooting reisst euch für zwei, drei Stunden aus diesem Trubel raus. Nur ihr beide, ein Spaziergang, vielleicht ein Glas Wasser für zwischendurch, weil Schwangere in der Sommerhitze schneller müde werden als man denkt.
Was mich am meisten überrascht: Wie viel während eines Shootings geredet wird. Wie sie sich kennengelernt haben, was sie sich für das Kind wünschen, wovor sie ein bisschen Angst haben. Ich höre einfach zu und fotografiere zwischendurch. Die besten Bilder entstehen sowieso nicht, wenn jemand posiert, sondern wenn zwei Leute miteinander reden und die Kamera dabei vergessen.
Warum diese Bilder später mehr wert sind als heute
Ich habe mit Eltern gesprochen, deren Kinder schon zwanzig Jahre alt sind. Alle sagen dasselbe: Die Babybauchfotos sind ihnen wichtiger geworden, nicht weniger. Ein Kind, das mit fünfzehn diese Bilder anschaut, sieht: Ich wurde schon erwartet, bevor ich überhaupt da war. Jemand hat sich hingesetzt und diese Zeit festgehalten, extra für mich.
Das ist der Unterschied zu einem schnellen Handyfoto für Instagram. Diese Bilder landen nicht im Feed und werden vergessen. Sie landen im Familienalbum, und irgendwann in einem Rahmen im Kinderzimmer.
Der Abend mit Maya & Lennart
Wir haben uns an einem warmen Julitag im Dreilindenpark getroffen, kurz vor Sonnenuntergang. Die Hortensien standen in voller Blüte, unten am Hang lag der Vierwaldstättersee, und Maya war im letzten Trimester – sichtbar müde, aber gut gelaunt.
Viel geplant haben wir nicht. Wir sind durch den Park spaziert, haben bei den Hortensien angehalten, weil Maya unbedingt daran riechen wollte, und irgendwann hat Lennart sie einfach von hinten in den Arm genommen, während sie lachend die Arme ausgestreckt hat. Das war nicht mein Vorschlag. Das ist einfach passiert, und es ist eines meiner liebsten Bilder vom ganzen Abend geworden.
Die ganze Serie gibt es im Album: Babybauch Shooting Dreilindenpark.
Wenn ihr auch bald in dieser Phase seid und überlegt, ob sich ein Shooting lohnt: Ja, tut es. Mehr zu meiner Arbeit als Babybauch-Fotograf in Luzern und der Zentralschweiz gibt’s auf der Babybauch-Seite, oder schreibt mir direkt über das Kontaktformular.